Massiv- und Holzrahmenbau

Auch im Holzrahmenbau setzt die langjährige Erfahrung von Lehm-Steine-Kelle im Massiv- und Lehmbau neue Maßstäbe. Das bedeutet für das einzelne Haus neben einer sehr guten Wärmedämmung (Niedrigenergiehaus-Standard!) auch hervorragende raumklimatische Eigenschaften, wie hohe Wärme-Speicherkapazität und gute Feuchteregulierung der Raumluft.

Das Lehm-Steine-Kelle-Holzhaus gründet sich, wie die Massivhäuser, auf unbewehrte Streifenfundamente und die diffusionsoffene Bodenplatte aus Kalkschotter und Blähton. Die Basis für das Holzständerwerk bildet ein gemauerter Sockel aus Dämmziegeln und Verblendern.

Die Holzständer-Außenwände sind mit Zellulose gedämmt, außenseitig mit einer Holzverbretterung verkleidet und innenseitig mit einer Rauhspundschalung oder Grobspanplatten ausgesteift. Die Erstellung der Winddichtung erfolgt mit baubiologisch unbedenklichem Baupapier.

Die innenseitige Installationsebene ist zusätzlich gedämmt und schafft Raum für Elektro-, Heizungs-und Sanitärinstallationen innerhalb der Winddichtungsebene.

Die Innenwände im EG sind, ebenso wie die meisten Innenwände im OG, aus Ziegelsteinen gemauert und mit Kalk- oder Lehmputz verputzt. Sie bilden zusammen mit der Bodenplatte und dem Deckeneinschub die Speichermasse des Hauses.

Die Füllung aus Holzhäcksel-Lehm-Gemisch in der Holzbalkendecke wirkt wie der Putz feuchtigkeitsregulierend und geruchsbindend auf die Raumluft. Die eingebrachte Masse sorgt zudem schon für einen guten Schallschutz, der mit einem aufwendigen Deckenaufbau (u.a. mit Quarzsand, Trittschallplatten und schwimmend verlegten Dielen) fortgesetzt wird.

Die Holzkonstruktion des Daches ist, wie die Außenwände, hochwärmegedämmt. Ein Lehmeinschub mit den o.a. Eigenschaften ist möglich. Die Deckung erfolgt traditionell mit Ton-Ziegeln.
Die gesamte Holzkonstruktion wird aus heimischen Hölzern erstellt, die Decke üblicherweise aus Konstruktionsvollholz. Eingeschränkt wird auch Brettschichtholz verbaut.

Die Massivholzfenster und -türen werden selbstverständlich aus heimischen Hölzern von ortsansässigen Tischlern erstellt. Für die Malerarbeiten innen und außen kommen nur baubiologisch einwandfreie Produkte zur Anwendung.

Im Lehm-Steine-Kelle-Holzhaus verbinden sich traditionelle Handwerkstechniken und aktuelle Bauweisen im Massiv- und Holzrahmenbau mit modernsten Technologien in der Haustechnik.
Eine Zisterne mit zweitem Wasser-Kreislauf für Toilettenspülung und Gartenbewässerung ist längst standard.
Elektro-Installationen mit abgeschirmte Kabeln sorgen für "stressfreies" Wohnen ohne Elektro-Smog, Bus-Systeme ermöglichen zeitgemäßen Komfort bei der Steuerung der Haus-Anlagen-Technik.

Selbstverständlich ist auch die Nutzung von Solarenergie und deren Kombination mit modernster Heiz- und Lüftungstechnik und der Einsatz von Lehm-Grundöfen.

Schon im Entwurf der PlanungswerkstatT wird das ökologische Konzept der
Lehm-Steine-Kelle-Holzhäuser deutlich. Großzügige Verglasungen oder Glashausarchitektur im Süden dienen der "passiven" Sonnenenergie-Nutzung und sorgen für lichtdurchflutete Lebensräume. Die Nebenräume orientieren sich zur geschlossenen Nordseite. So folgen die Lebensbereiche im Grundriss dem Lauf der Sonne und tragen so schon zur positiven Energiebilanz des Hauses bei.

Erfahrene Architekten nehmen sich dabei Ihrer Wünsche und Vorstellungen an und erarbeiten auf Basis Ihres Raumprogramms einen modernen Grundriss, der Ihren Bedürfnissen gerecht wird und sowohl ökologischen als auch baubiologischen Zielsetzungen folgt.