Altbausanierung - Oldenburger Patrizier-Häuser um 1900

Die Sanierung von Oldenburger Stadthäusern aus der Zeit der Jahrhundertwende durch Lehm-Steine-Kelle umfaßt außer der bauwerksgerechten Instandsetzung von Gebäude und Haustechnik auch die Umbau- und Erweiterungsplanung durch unsere PlanungswerkstatT, unter Umständen in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege Schon die notwendigen Abbrucharbeiten erfordern größte Umsicht im Umgang mit der zu erhalten-den Bausubstanz. Alle nachfolgenden Gewerke arbeiten selbstverständlich materialgerecht und der historischen Ausführung des Hauses angemessen.

Hochhäuser Straße Nr.35

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Für die Rohbauarbeiten bedeutet das i.d.R. die Vermauerung von Ziegelsteinen unter der Verwendung von Trassmörtel und der Verzicht auf Zement, auch bei den Betonarbeiten. Fundamente können normalerweise unbewehrt ausgeführt werden.
Im Innenbereich kommen Kalk- oder Lehmputze zu Einsatz. Fußbodenfliesen werden im Mörtelbett verlegt, Wandfliesen mit baubiologisch unbedenklichem Kleber verarbeitet.

Zimmereiarbeiten werden, wenn möglich, mit unbehandelten heimischen Hölzern ausgeführt. Auch die Dachdeckung mit Tonziegeln wird dem historischen Anspruch gerecht.
Massivholzfenster mit moderner Wärmeschutzverglasung folgen der traditionellen Formgebung, die historischen Innen- und Aussentüren werden entweder aufgearbeitet, oder stilgerecht ersetzt.

Besondere Fußbodenaufbauten auf den vorhandenen Dielen mit Steinen, Quarzsand und federnd gelagerten Hobeldielen, sowie eine besondere Dämmung der Balkenlage ergeben einen verbesserten Schallschutz.

Bei den Malerarbeiten kommen nur ungiftige Produkte zur Anwendung, die Fassaden erhalten einen offenporigen Sanierungsanstrich auf Silikatbasis .

Hochhäuser Straße Nr.37

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Die Erfordernisse der bausubstanzgerechten Altbausanierung decken sich in vielen Bereichen mit den Erfordernissen der Baubiologie und Bauökologie, die bei Lehm-Steine-Kelle traditionell zur üblichen Bauweise, auch im Neubau-Bereich gehören.
So kommen auch beim nachträglichen Dachausbau nur baubiologisch unbedenkliche, vor allem auch diffusionsoffene Bau- und Dämmstoffe (Gipsfaserplatten aus Naturgips, Zellulosedämmung, etc.) zum Einsatz. Sogenannte "Sanierungsschäden" durch falsche Dämmung und Feuchtigkeitseintrag in die Konstruktion sind damit ausgeschlossen.

Erforderliche Anbauten werden in der, bei Lehm-Steine-Kelle üblichen, handwerks- und materialgerechten Ausführung erstellt und passen sich so auch bauphysikalisch an das bestehende Gebäude an.
Im Rahmen der erforderlichen Umbauten kann selbstverständlich auch die Haustechnik (Strom, Wasser, Heizung) auf den neuesten Stand gebracht werden.


Für die Erstellung des Sanierungskonzeptes und der Umbau- und Haustechnikplanung ist unsere PlanungswerkstatT zuständig. Hier werden auch die rechtlichen Voraussetzungen mit dem Bauamt und der Denkmalbehörde abgeklärt.

Hochhäuser Straße Nr.43

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Erfahrene Architekten nehmen sich Ihrer Wünsche und Vorstellungen an und erarbeiten auf Basis Ihres Raumprogramms einen modernen Grundriss, der Ihren Bedürfnissen gerecht wird und behutsam mit der historischen Substanz umgeht:

Beispielsweise erfordert die oft gewünschte Verlegung der Lebensräume zum Garten hin die Auflösung der hier üblicherweise vorhandenen kleinteiligen Raumstrukturen und unter Umständen den Anbau eines "Glashauses", um einer offenen, großzügigen Wohnlandschaft Raum zu schaffen.
Die Straßenfassade wird im Zuge der Sanierung soweit möglich in den Originalzustand versetzt, während die Gartenfassade mit großzügigen Glasflächen die Neugestaltung des Grundrisses widerspiegelt, ohne jedoch ihre Zugehörigkeit oder Identität zu verleugnen.

Drei Beispiele aus dem Ziegelhof-Viertel in Oldenburg, die in den Jahren 1993 bis 1995 saniert und umgebaut worden sind, mögen die oben dargestellten Grundsätze und die vielfältigen Möglichkeiten Ihrer Ausführung verdeutlichen.